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Home | Friedhöfe | Zentralfriedhof | Ehrengräber | Gruppe 33 G | Nr. 77, Adlmüller

Fred Adlmüller
Modeschöpfer, 1909 - 1989

Fred Adlmüller
Modeschöpfer, 16. 3. 1909 - 26. 9. 1989
Zentralfriedhof, Gruppe 33 G, Nr. 77

Lageplan Gruppe 33 G

Der in Nürnberg geborene Hoteliersohn Fred Adlmüller kam 1929 nach Wien, wo er als Verkäufer in einem Modehaus zu arbeiten begann. 1934 entwarf er seine erste Haute-Couture-Kollektion.
Da der Eigentümer des Modehauses Ignaz Sass als Jude nach London emigrierte, führte Fred Adlmüller, der wehruntauglich war und nicht einrücken musste, für ihn bis zu seiner Rückkehr das Geschäft weiter. In dieser Zeit gehörte die künstlerische, politische und gesellschaftliche Prominenz zu seinen Kunden - unter anderen: Emmy Göring, und Henriette von Schirach.

Nach dem Krieg eröffnete er sein eigenes Modehaus im Palais Esterhazy in der Kärntner Straße 41 (Casino). Seine Damenmode wurde von Prominenten aus dem In- und Ausland getragen (seine Opernballroben waren berühmt), er lieferte aber auch die Staatsfräcke für die Bundespräsidenten der 2. Republik und stattete einige Filme mit seinen Kostümen aus.

Fred Adlmüller

Zwischen 1973 und 1979 war Fred Adlmüller als ordentlicher Professor an der Hochschule für Angewandte Kunst tätig.

Nach seinem Tod wurde im Dorotheum der persönliche Nachlass am 20. Juni 1990 zugunsten des Malteser Ritterordens versteigert, die Versteigerung der Modellkleider erfolgte am 17. Jänner 1991.