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Home | Friedhöfe | Zentralfriedhof | Ehrengräber | Gruppe 0 | Nr. 61, Gänsbacher

Johann Baptist Gänsbacher
Kommandant, Komponist, 1778 - 1844


Bild: wiki

Ehrengrab
Grabmal: Sommer & Weniger; überführt von St. Marx
Zentralfriedhof, Gruppe 0, Reihe 1, Nr. 61

Inschrift:

Johann Gänsbacher

Domkapellmeister in Wien,
gewesener Kommandant einer
Tirolerlandsturm Kompagnie
dann k.k. Jäger-Oberlieutnant

17789 - 1844

Dessen Gattin
Julie
Gänsbacher
1796 - 1868

Professor Dr. Josef Gänsbacher 1829 - 1911

Antonie Gänsbacher 1831 - 1921

Link: wiki

Johann Baptist Gänsbacher, geboren in Tirol, war schon als Kind sehr musikalisch und so wurde er Sängerknabe in Innsbruck.

Dort begann er auch ein Philosophie- und Rechtsstudium, brach aber ab und ging seinen musikalischen Studien nach Er lernte bei niemand geringeren als Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri, der einige Gräber weiter begraben liegt.

1813 begann er seinen Militärdienst in Innsbruck, er wurde Leutnant im Landsturm und kämpfte auch aktiv gegen Napoleon im Tiroler Freiheitskampf. 1815 initiierte er die Militärmusik der Tiroler Kaiserjäger.

Während dieser Zeit komponierte er naturgemäß viele (unzählige!) Märsche.

 

1823 kam er nach Wien, wo er eine Anstellung als Domkapellmeister im Wiener Stephansdom bekam. Nun komponierte er zahlreiche kirchliche Werke wie Messen oder Requiems, aber auch Kammermusik und Lieder zählten zu seinem Repertoire.

Sein Sohn, Prof. Josef Gänsbacher (1829 – 1911), welcher ebenfalls hier begraben liegt, war sehr musikalisch und ergriff den Beruf eines Komponisten. Auf Empfehlung von Johannes Brahms wurde dieser Gesangslehrer am Wiener Konservatorium.
Seine Schüler waren u. a. die bekannten Mitglieder der Wiener Hofoper Maria Wildt (Ehrengrab) und Leopold Demuth (Ehrengrab).

Zurück zum Vater, Johann Baptist Gänsbacher: Er war einer der acht Kapellmeister, die bei Beethovens Begräbnis die Zipfel des Bahrtuches trugen.

Quelle: Buch: Johann Baptist Gänsbacher: Denkwürdigkeiten aus meinem Leben

Josef Gänsbacher

(Sohn)
Gesangsprofessor, 1824 - 1911

Silbern rauschen die Bächlein so schön, Sie sagen mit munterem Klange

Wie herrlich es auf den Bergeshöh'n Und an dem grünenden Hange.

Mich hat ein munteres Bächlein gelehrt Vom Berg und Tale die Lieder -

Wenn ich dann einstens heimgekehrt, Sing' ich sie fröhlich wieder!

Josef Gänsbacher ist der Sohn des Komponisten Johann Baptist Gänsbacher (1823 Kapellmeister zu St. Stephan in Wien), der ihm den ersten Musikunterricht erteilte. Josef Gänsbacher studierte an der Wiener Universität Jus (1855 Doktor Juris), gab aber auch Klavier- und Gesangsunterricht, dem er sich ab 1868 ganz zuwandte.

Von 1876 bis 1904 wirkte er als Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Er wurde als "Nestor der berühmten Gesangslehrer und Stimmbildner Wiens" bezeichnet. Unter seinen Schülern waren Maria Wilt, Milka Ternina, Leopold Demuth und Julius Lieban. Gänsbacher trat auch als Sänger und Instrumentalist (Cello) sowie als Liederkomponist hervor.

Die Vertonung dieses von Gänsbacher selbst stammenden Textes ist im Autograph erhalten (datiert Wien, 20.9.1891, ÖNB, Musiksammlung, S.m. 3494) und als op. 14/2 im Wiener Musikverlag Gutmann erschienen. Auffällig ist der pathetische, wohl an der Sprache des Burgtheaters orientierte Tonfall.

Quelle: Stimmporträts, Serie 2, Verlag Akademie der Wissenschaften, 1999

 

 

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Hedwig Abraham