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Siegfried Marcus
Erfinder, 1831 - 1898
Zentralfriedhof, Gruppe 0, Nr. 101 (ursprünglich Hütteldorfer Friedhof)
Grabmal von Mario Petrucci, enthüllt 1949 |
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Siegfried Marcus erlangte als Automobil- und Motorenpionier weltweite Bedeutung.
Er war ein außergewöhnlicher Techniker und Inhaber von 38 Patenten, unter anderem für Lampen, Pumpen, Motoren, Zeichengeräte, Telegraphie und vieles andere mehr. Großer finanzieller Erfolg blieb ihm allerdings verwehrt.
Er wurde 1831 in Mecklenburg geboren. Er entstammt einer reichen jüdischen Familie.
Sein Vater war israelitischer Oberrat, seine Mutter (geborene Philipp) entstammte einer sehr vermögenden schwedischen Kaufmannsfamilie. Sein Denkmal am Karlsplatz (von Franz Seifert) wurde 1932 enthüllt, aber von den Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Herkunft 1938 abgetragen. Die Wiederaufstellung erfolgte 1948.
In Hamburg erlernte er das Mechanikergewerbe und arbeitete dann bei der Firma Siemens. |
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Siegfried Marcus Denkmal,
Karlsplatz (Resselpark) |
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Inschrift Denkmal Karlsplatz (Resselpark) |
1852 übersiedelte er nach Wien. In der Mariahilferstraße 107 gründete er eine Mechanikerwerkstätte und begann mit Versuchen, einen neuen Kraftstoff zu erfinden und beschäftigte sich (zeitgleich mit Nikolaus Otto) mit dem Bau von Verbrennungsmotoren und in der Folge mit Automobilen. 1870 montierte er seinen ersten Benzin-Zweitaktmotor auf einen hölzernen Handwagen, der kurze Strecken fuhr. Die Jahreszahl 1864 auf dem Denkmal im Resselpark ist nach heutigem Wissensstand falsch (und war bereits bei der Aufstellung des Denkmals 1932 umstritten).
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Die Inschrift am Denkmal ist falsch |
Der Marcuswagen im Technischen Museum Wien
ist das älteste auf der Welt erhaltene fahrbereite Benzinautomobil.
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Besonders fortschriftlich war die magnetelektrische Zündung des Viertaktmotors. Als Schwachpunkt der Konstruktion ist der Riemenantrieb anzusehen. Lange Zeit wurde behauptet, dass der seit der Gründung im Technischen Museum ausgestellten Wagen überhaupt nicht fahrbar sei. Im Jahre 1950 gelang es Ing. Buberl die Fahrtüchtigkeit eindrucksvoll zu demonstrieren (ein Nachbau erfolgte 2006).
Die Datierung des Wagens ist seit vielen Jahren umstritten. Der Eigentümer und Leihgeber, der ÖAMTC (Österreichischer Automobil-Club), gibt das Baujahr 1888 an. |
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Marcus-Wagen, Technisches Museum Wien
Leistung: 0,75 PS. Geschwindigkeit: 8-10 km/h. |
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Erstmals wurde der Markus-Wagen 1898 bei der Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumsschau gezeigt, anlässlich seines 50-jährigen Regierungjubiläums. Markus kümmerte sich nicht um die industrielle Auswertung bzw. Vervollkommnung seiner Erfindung, sondern wandte sich sofort neuen Aufgaben zu. Er hatte sich in Wien eine ansehnliche gesellschaftliche Stellung errungen und war eine Zeitlang Lehrer des Kronprinzen Rudolf auf dem Gebiet der Experimentalphysik.
Im 14. Wiener Gemeindebezirk wurde eine Gasse nach ihm benannt, eine Büste von Mario Petrucci, der auch das Grabmal schuf, befand sich am Haus des Mechanikerhandwerks in der Gumpendorferstraße 130 (siehe Bilder unten). |
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Relief Denkmal Karlsplatz |
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Haus des Mechanikergewerbes
6., Gumpendorferstraße 130 |
fehlende Büste von Marcus
Inschrift: Erfinder des Benzinluftgemisches |
mehr über Siegfried Marcus von Günther Rott
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