Johann Matthias Ranftl wird 1804 in Wien geboren und fällt damit in die Generation jener Maler, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts einer betont realistischen Malerei zuwenden.
Vorreiter dieser Stilrichtung ist in Wien Peter Krafft (Ehrengrab), bei dem Ranftl an der Wiener Akademie studierte. Von größerem Einfluss für seine Malerei wird später aber die Charakterdarstellung Peter Fendis und der Realismus Ferdinand Georg Waldmüllers.
Genreszenen aus dem ärmlichen Dorfleben gehören zu Ranftls bevorzugten Sujets, wobei er sich vor allem um die Erfassung des Augenblicks und seiner besonderen Stimmung bemühte.
Beliebte Protagonisten seiner Gemälde sind liebliche, pausbackige, im Spiel versunkene Kinder oder junge liebevolle Mütter mit Kleinkindern. Eine weitere Besonderheit ist auch Ranftls Vorliebe für die Darstellung von Hunden, was ihn als „Hundemaler” und als „Hunde-Raffael” bekannt machte.
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