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Home | Ringstraße | Denkmäler | Schubert

  Franz Schubert   
Komponist, 1797 - 1828 

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Franz Schubert, 1797 - 1828

Standort: Parkring (Stadtpark)
Bildhauer: Carl Kundmann (Skulptur), Theophil Hansen (Sockel)
Enthüllung: 15. Mai 1872

 

Von der Idee zur Entstehung eines Schubert-Denkmales bis zur Realisierung desselben sollte es fast zehn Jahre dauern. Aber der Reihe nach: 1862 hatte der Wiener Männergesangsverein beschlossen dem großen Liederfürsten ein Denkmal zu setzen. Man begann, sich das Geld für das Monument zu ersingen, die meisten Einnahmen lieferten die Narrenabende und Volkskonzerte. An der Finanzierung beteiligten sich aber auch andere Singvereine.

Zwei Jahre später (1864) stand fest, dass das Denkmal im Stadtpark aufgestellt werden sollte - aber wo?
Der Männergesangsverein wünschte den einzigen erhöhten Punkt des Stadtparks (später 'Zelinkahügel' genannt). Aber der künstlerische Beirat des Stadterweiterungskomitées fand für Schubert, den Schöpfer des Lindenbaums, einen zivileren, intimeren Aufstellungsort besser geeignet und setzte die Placierung mitten im Grünen durch. 'Aus grünem Laubgewind' - hieß es später in einem weiteren Denkmalaufruf - 'ragt seit Jahren Franz Schuberts Marmorgestalt hervor'.

Schubert mit Notenheft und Bleistift

In einer anderen Frage aber setzte sich der Verein durch: Der Beirat hatte nämlich empfohlen, Schubert nicht als ganze Figur, sondern nur als Portraitrelief an einem Brunnen darzustellen, der gleichsam die Welt des Schubertschen Liedes symbolisieren sollte, eine Art "Brunnen vor dem Tore". So würde der Charakter des bescheidenen bürgerlichen Menschen besser zum Ausdruck kommen.

Das war den würdigen Barden zuviel! Sie verlangten dezidiert Schubert in ganzer Gestalt und erreichten auch ihr Ziel. Dem Künstler Carl Kundmann wurde das Werk übertragen. Für die Portraitähnlichkeit war Moritz von Schwind, Schuberts Freund, zuständig. Er schrieb an Kundmann: "Die größere Photographie heißt gar nichts....!" 

Der 'Zelinkahügel' im Stadtpark. Das Denkmal des Bürgermeisters Zelinka wurde 4 Jahre nach Schubert enthüllt.

1868 konnte endlich - in Gegenwart von Bürgermeister Zelinka und einigen Verwandten des Verewigten - der Grundstein gelegt werden. Als das Denkmal vier Jahre später enthüllt wurde, übergab Nicolaus Dumba, der als Mäzen in fast allen Denkmalkomitees tätig war, die Schenkungsurkunde bereits einem neuen Bürgermeister, dem großen liberalen Kommunalpolitiker Cajetan Felder. Zelinka war noch im Jahr der Grundsteinlegung verstorben (Grabmal Zelinka am Zentralfiredhof).

Bei der Enthüllungsrede wurde auf die Schaffung des Schubert Denkmales durch Wiener Bürger ebenso hingewiesen wie auf seine Verdienste in der Instrumentalmusik und des Gesanges.
Diese sind auch auf den Reliefs am Denkmal abgebildet: rechts: Vokalmusik, links: Instrumentalmusik, das Relief vorne symbolisiert die Phantasie.
Inschrift am Denkmal: Franz Schubert. Seinem Andenken, der Wiener Männergesangsverein 

Relief vorne: 'Die Phantasie'

 

Relief links: 'Die Instrumentalmusik'

Relief rechts: ' Die Vokalmusik'

 

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Dezember 2005