Von 1968 an,
als Franz Ringel Gründungsmitglied der
Gruppe „Wirklichkeiten“ war,
mit der er in der Wiener Secession mit einer
gleichnamigen Ausstellung Aufsehen erregte,
malte er bevorzugt menschliche Figuren, die
Motive aus den Tiefen des menschlichen Unbewussten
oder der klassischen griechischen Literatur
darstellen können. Abstoßend wirken
auf viele die zahllosen Gliedmaßen
seiner Kasperlfiguren. Kräftige, dick
aufgetragene Farben machen einen Teil der
Wirkung seiner Bilder aus.
1980 änderte er seine
Signatur von Franz Ringel auf „M. J.
M. Ringel“, wobei die drei Buchstaben
für die wichtigsten drei Frauen in Ringels
Leben stehen. Diese waren seine Ziehmutter
Margarete, seine leibliche Mutter Juliane
und seine Ehefrau Maria. Wenige Jahre nach
dem Tod Marias 1983 entstand das Buch „achtundsiebzig
Bilder für Maria“, welches als
eines der schönsten Bücher Österreichs
ausgezeichnet wurde.
Zahlreiche Ausstellungen, vornehmlich
in Österreich oder mit österreichischen
Organisatoren, machten sein Werk bekannt.
1987 wurde er mit dem Preis der Stadt Wien
für Bildende Kunst ausgezeichnet. 1991
erhielt er den Würdigungspreis für
Bildende Kunst des Unterrichtsministeriums
und 1998 den Würdigungspreis des Landes
Steiermark für Bildende Kunst.
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