|
Ich kenne kein Denkmal in Wien, das so zugeschissen
ist, wie das vom Gabelsberger.
Der Grete-Rehor-Park, in
dem das Denkmal steht, dürfte die Heimstätte von Taubenfütterern
sein, denn auch die Bänke rundherum sind aufgrund der
Verunreinigungen nicht zu benutzen. Und da stehen viele
Bankerln!
Vielleicht sind das diejenigen vom Maria Theresia-Platz,
die man dort im Jahr 2008 entfernte mit dem Argument
dass sie als Schlafstätte von den Sandlern missbraucht
werden. |
Dass sich vielleicht manch müder Gast
nach einem Besuch des KHM oder NHM dort gerne ausrasten
würde,
interessiert die Stadtherren nicht. Es ist eine Agitation
nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Das "offenstichtliche"
Problem der Obdachlosigkeit hat man auf einen im Abseits
liegenden Park verschoben, aber nicht gelöst.
Unter uns gesagt: den
Gabelsberger können
die Tauben ruhig zuscheissen meiner Meinung nach, denn
er erinnert mich an meine Schulzeit, wo ich mit der Kurzschrift
aufs grauenvollste gequält wurde.
Ich schaffte es sogar,
ein Jahr das Fach mit einer negativen Note abzuschließen.
Andererseits - im gleichen Fach habe ich blind maschinschreiben
gelernt, ohne dieses Können würde es diese Website
nicht geben ... Und das Beste: nach vielen vielen Jahren, auf
einem Fremdenführertreffen sah ich dort meine ehemalige
Steno-Professorin - als Kollegin! Sie hatte ihren Lehrer-Beruf
an den Nagel gehängt, Kunstgeschichte studiert und die
Fremdenführerausbildung gemacht. Sie glauben gar nicht,
wie ich es genieße, mich mit ihr über Eitelberger und den
Eisernen Vorhang in der Oper zu unterhalten, anstatt über
die unnötig, blöde, höchst übungsintensive Kunst der Stenographie. |